Willkommen beim NABU Herten

Neues vom Verein - Januar 2021

Das Neue Jahr beginnt, wie das alte geendet hat: die Pandemie ist das vorherrschende Thema und hat natürlich auch weiterhin Auswirkungen auf das Vereinsleben. Wir werden dieses Jahr kein Jahresprogramm veröffentlichen, da die derzeitige Situation keine verlässliche Planung erlaubt. Es werden alle unaufschiebbaren Aktionen wie beispielsweise das Aufstellen der Amphibienschutzzäune und die dazugehörige Sammlung durchgeführt werden. Diese und andere Aktionen werden wir hier und auf unserer Facebook-Seite ankündigen.

 

Auch wenn die gemeinsame Arbeit im Moment deutlich erschwert ist, kann jeder Einzelne einen Beitrag zum Naturschutz leisten: seit dieser Woche läuft die finale Abstimmung für den Vogel des Jahres, der in diesem Jubiläumsjahr zum 50-jährigen Bestehen der Aktion, durch ein Mehrheitsvotum bestimmt wird und nicht wie sonst durch ein Expertengremium. Zur Abstimmung geht es hier lang.

Foto: Schwanzmeise, NABU/H. Horneberg
Foto: Schwanzmeise, NABU/H. Horneberg

Wie leistet man damit einen Beitrag zum Naturschutz? Wer sich die Liste der 10 Kandidaten anschaut, wird dort vorwiegend bekannte Vogelarten sehen, die uns nahezu täglich begegnen oder begegnen sollten. Und doch sind fast die Hälfte davon gefährdet.

Die Vögel stehen nicht nur für Ihre Art, sondern stellvertretend für mindestens einen Lebensraum. Mit der Aktion soll ein Schlaglicht auf den Zustand des jeweiligen Lebensraums geworfen und vor auch Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie jeder Einzelne etwas zur Verbesserung beitragen kann.

 

Darüber hinaus ist jetzt die richtige Zeit, um Vögel zu füttern. Dazu braucht man nicht viel: eine saubere Schale, flach gefüllt mit Haferflocken an einem geschützten Ort aufgestellt, ist schon mal eine gute Maßnahme. Und auch eine Schale mit Wasser, bei der man vielleicht mal Eisbrecher sein muss, hilft den Tieren.

Wer mehr Tipps möchte hier klicken.

 

Und einige Vögel freuen sich natürlich über einen geschützten Schlafplatz. Jetzt ist die richtige Zeit, um Nistkästen aufzuhängen.


Vorsicht bei Kahlschlag und dem großen Reinemachen

Foto: NABU/B. Kunz
Foto: NABU/B. Kunz

Viele Städte, Hausverwaltungen und private Gärtner nutzen die Zeit zwischen Oktober und Ende Februar, um Rückschnitte und Fällarbeiten durchzuführen.

 

In diesem Zeitraum sind solche Maßnahmen nach dem Bundesnaturschutzgesetz zulässig, um besonders Vögel zu schützen, die in diesen Monaten nicht in Bäumen und Sträuchern nisten und somit nicht durch Schnittarbeiten gefährdet werden.

 

Was dabei übersehen wird: Sträucher und Bäume sind auch der Lebensraum und Überwinterungsquartier vieler anderer Tiere.

 

Deswegen appellieren wir, gerade bei radikalem Rückschnitten abzuwägen, ob das wirklich erforderlich ist oder nur vermeintliches Aussehen eine Rolle spielt. Oft dürfte etwas Beschneiden ausreichend sein, um zum Beispiel Verkehrssicherheit zu gewährleisten.

 

Unter Hecken, in denen sich Laub und klein Zeige angehäuft haben, halten manchmal Igel ihren Winterschlaf und sie sind Verstecke für zahlreiche Amphibien und Insekten. Deswegen sollte man gerade dort Laub und Zweige einfach liegen lassen. Schwarzer unbedeckter Boden ist quasi toter Boden, ein Zustand, den man in der Natur so nicht findet. Spätestens im Frühjahr, wenn die Temperatur steigt, beginnen Würmer, Insekten und Mikroorganismen wieder vermehrt damit, das Laub und die Zweige abzubauen und gelangen so als Nährstoff wieder in den Boden.

 

 

Und als zusätzlicher Bonus: es bedeutet natürlich weniger Arbeit, wenn man keinen besenreinen, sondern einen naturnahen Garten hat.


Gönn dir Garten! Genieße und pflege mit anderen gemeinsam.

bei Interesse: naju@nabu-herten.de


Mähroboter im Garten

Tödliche Gefahr für Igel und Co.

Bild: A. Teichmann/ naturgucker.de
Bild: A. Teichmann/ naturgucker.de

Mähroboter werden bei Gärtner*innen immer beliebter, nehmen sie doch eine oft ungeliebte Aufgabe ab. Was viele aber nicht wissen: Für Igel sind die Geräte eine tödliche Gefahr, besonders, wenn sie in der Nacht zum Einsatz kommen.

 

Fast lautlos bahnen sich moderne Mähroboter den Weg durch den Garten und schneiden den Rasen raspelkurz. Oft tun sie ihr Werk in der Nacht. Und genau das wird Igeln im Garten zum Verhängnis. Denn anstatt vor den gefährlichen Mähern zu flüchten, rollen sich die Stacheltiere bei Gefahr zu einer Kugel zusammen und erstarren für einige Minuten. Oft erleiden die Tiere durch die scharfen Messer massive Verletzungen. Jungtiere sind dabei besonders gefährdet, allein schon wegen ihrer geringeren Körpergröße. Oft bleibt das Massaker auf dem Rasen allerdings unbemerkt, da die Wildtiere im Verletzungsfall keine Schmerzenslaute ausstoßen und sich ins Unterholz zurückziehen, um dort qualvoll zu verenden.

 

Aber nicht nur die scharfen Messer stellen eine große Gefahr für die Stacheltiere dar, auch der kurz geschorene Rasen, den das Gerät hinterlässt. Denn ein permanent vom Mähroboter gepflegter Rasen schadet ihm und anderen Gartentieren bei der Nahrungssuche. Den biologisch wertlosen Grünflächen fehlen Blühpflanzen und Kräuter, die den Insekten und Kleintiere Nahrung bieten. Bleiben diese aus wird auch der Igel nicht satt.

 

Wer Igeln helfen möchte, sollte seinen Garten möglichst naturnah gestalten, heimische Sträucher und Stauden anlegen, eine wilde Ecke oder auch ein selbstgebautes Igelhaus.


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