Projekt "Schrebergarten"

Seit Mitte 2018 ist unser Verein Besitzer eines 400qm großen Schrebergartens. Damit gibt es eine Anlaufstelle, an der sich vor allem die Mitglieder, die sich dem Gärtnern und dem praktischen Naturschutz verschrieben haben, treffen und austauschen können. Für unsere Wiesenpfleger ist es ein Ort, an dem man nach getaner Arbeit zusammenkommen und sich erholen kann. Gerne sitzen wir hier und genießen die Ruhe, die im Garten aufgrund seiner besonderen Lage inmitten der Ried herrscht.

Der Garten hatte Vorbesitzer, die bereits viel Zeit und Arbeit in den Garten gesteckt haben und nur mit einigen Handgriffen hier und da wollen wir sanfte Änderungen herbeiführen.

Wir fühlen uns der Kleingartenordnung verpflichtet und wollen zeigen, dass naturnahes Gärtnern und ein „ordentlicher“ Garten sich nicht widersprechen, sondern im Gegenteil, hervorragend ergänzen. Gerne unterstützen wir auch unsere Nachbarn, tauschen uns aus und bieten auch Hilfe und Beratung an, wo sie gewünscht wird.

 

Wir stehen noch am Anfang mit den Zielen, die wir konkret für den Garten haben, aber auch das ist etwas, was nachhaltiges Gärtnern ausmacht: der Natur Zeit lassen, sich zu entwickeln und diese Entwicklung zu begleiten. Der trockene Sommer 2018 hat dazu geführt, dass wir auf Neupflanzungen in der Saison verzichtet habe, weil der Hitzestress sehr hoch gewesen wäre.

Ein paar Ideen für die nächste Saison gibt es bereits und gemeinschaftlich werden wir die Ideen verfolgen, umsetzen und weiterentwickeln:

 

       Ergänzung des Gehölzbestands um einige einheimische Arten

       ein Teil des Gartens wird für den Anbau von Gemüse nutzbar gemacht

       Ziergräser werden gegen Wildblumen und Stauden getauscht

       Boden, der unter „Unkrautvlies“ liegt, wird wiederbelebt. Die oberste Schicht wird gelockert, gemulcht und neu ausgesät

       Verzicht auf künstliche Spritz- und Düngemittel, sondern ausschließliche Nutzung von Mitteln, die die Natur selbst zur Verfügung stellt, falls das erforderlich ist

 

 

Dies sind nur ein paar Stichworte und jeder Gärtner kennt das: die Arbeit hört nie auf. Aber es ist eine besondere Arbeit, die einen meist mit tiefer Zufriedenheit erfüllt und wer das mit uns teilen möchte, ist uns herzlich willkommen. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich, auch wir, die im Garten mitarbeiten, sind interessierte Laien und an viele Themen wagen wir uns gemeinsam neu heran.

 

 

Wer den Garten ml anschauen möchte oder sich auch bereits sicher ist: ja, da möchte ich mitmachen, kann sich gerne melden bei info@nabu-herten.de