Vogelstimmenwanderung im Schlosspark/-wald

Foto:NABU/R.Bernatz
Foto:NABU/R.Bernatz

 

Sonntagmorgen, es ist acht Uhr. Auf Einladung des Ortsvereins NABU Herten e.V. trafen sich an der Vorburg des Schloss Herten zwölf Naturfreunde mit der Absicht, viele verschiedene Vogelarten zu sehen und zu hören. Geführt  hat uns Stefan Jacob, ein  Biologe und Kenner der Emscherregion.

 

Diese Wanderung soll auch zur Vorbereitung der  kommenden bundesweiten Zählung der Gartenvögel dienen, die vom 10. bis 13. Mai statt findet.

 

Gleich am Anfang begrüßte uns der Ruf des Kleiber; den konnten wir auch beobachten. Sein Name wurde auch sofort erklärt, der kommt von „kleben“, weil er seine Baumhöhle auf die passende Größe zuklebt. An den Teichen vorbei die üblichen Wasservögel wie die Stockente, Bläss- und Teichhuhn, die Kanadagans und Nilgans, sowie ein Graureiher auf der Lauer. Weiter Richtung Schlosswald die Gesänge von Kohl- und Blaumeise, Rotkehlchen, Buchfink, Zaunkönig  und Zilpzalp. Der Zilpzalp  ist ein unscheinbarer Vogel, der seinen eigenen Namen singt. Fast vierzig Vogelarten waren zu hören, auch die seltene Hohltaube, ein Höhlenbrüter, ließ sich  im Waldbereich vernehmen. Erwähnt werden soll noch die Mönchgrasmücke, die an vielen Stellen ihr Lied sang und an ihrem schwarzen Kopf gut zu erkennen ist.

 

Zu jeder Vogelart gab es Erklärungen und auf die vielen Fragen der Naturfreunde blieb Stefan Jacob keine Antwort schuldig. Nach zwei Stunden und den ersten Regentropfen waren wir wieder am Ausgangspunkt. Mit viel Applaus und Dank für die fachkundige Führung verabschiedeten wir uns von Stefan Jacob, der sicher bei einer der nächsten Veranstaltungen für den NABU zu Verfügung stehen wird – wir freuen uns darauf.