Der NABU

Wer wir sind und was wir tun

Geschichte

In Deutschland gehen unsere Wurzeln über 100 Jahre zurück auf das Jahr 1899, in dem der Deutsche Bund für Vogelschutz (DBV) von Lina Hähnle (1851-1941) in Giengen an der Brenz, Württemberg, gegründet worden ist.
Anlass war unter anderem der Abschuss von Silberreihern zur Nutzung seiner Federn für eine Modeerscheinung der damaligen Zeit, was den majestätischen Vogel an den Rand der Ausrottung brachte. Die Liebe zur Vogelwelt war in weiten Kreisen so stark verwurzelt, dass diese Organisation in Deutschland fast flächendeckend Zulauf bekam.
Ihre Zielsetzung lautete: „in umfassendster Weise zum Wohle unserer nützlichen Vögel wirken." Hierzu wurden Gebiete in Deutschland angekauft, als Schutzzonen ausgewiesen und betreut. Gleichrangig stand daneben die Aufklärungsarbeit in der Presse.

In Herten war es ebenfalls einer Frau - Käthe Robitsch – zu verdanken, die vor 52 Jahren diese Ziele des Vogelschutzes aufgriff und hier den ersten DBV-Verein im Kreis Recklinghausen gründete.
Vogelkundliche Wanderungen, Publikationen und Mitgliederversammlungen sorgten damals schnell für einen stetigen Mitgliederzuwachs.

Nach der Wiedervereinigung 1990 hat unser Verband sich den neuen Namen -Naturschutzbund Deutschland - zugelegt und seine Aktivitäten stark ausgeweitet.

Die weltweite Bedrohung der Landschaft, der Pflanzen- und Tierwelt und die Umweltprobleme durch uns Menschen selbst haben unsere Aufgabenstellung so verändert, dass auch die Namensänderung unseres Verbandes unausweichlich war.

In unserem modernen Logo ist dennoch unsere Tradition weiterhin verankert:
NABU für Mensch und Natur

 

Die BVV - das höchste Gremium des NABU.
Die BVV - das höchste Gremium des NABU. Foto: NABU/ Becker & Bredel

Organisationsstruktur

Heute setzen sich rund als 590.000 NABU-Mitglieder und -Förderer für die Natur ein. Sie sind in rund 2.000 lokalen Kreisverbänden und Gruppen in ganz Deutschland organisiert und vornehmlich ehrenamtlich tätig. In den Landesverbänden und auf Bundesebene leisten hauptamtlich besetzte Geschäftsstellen Naturschutzarbeit. Die vielen bundesweiten Mitglieder des NABU sind nicht nur stille Förderer: Sie bestimmen mit und entscheiden, wie sich der Verband entwickelt. Auf lokaler Ebene kommen die Mitglieder zu Vollversammlungen in den Gruppen zusammen und wählen dort die Delegierte für die Verbandsparlamente auf Kreis- und Landesverbandsebene. Spitzenorgan des NABU ist die Bundesvertreter-versammlung, welche den Haushalt beschließt, das Präsidium wählt und über inhaltliche Weichenstellungen entscheidet.

Die Stunde der Gartenvögel - ein Erlebnis für die ganze Familie.
Die Stunde der Gartenvögel - ein tolles Naturerlebnis für die ganze Familie. Foto: NABU/ S. Hennigs

Aktionen

Seit 1971 bestimmt der NABU alljährlich den Vogel des Jahres, der jeweils stellvertretend auf die Gefährdung und Umweltprobleme eines Lebensraumes aufmerksam machen soll. Die Aktion ist die älteste ihrer Art in Deutschland und hat eine Vielzahl von Nachahmern gefunden. Die bekanntesten Mitmach-Aktionen des NABU sind die Stunde der Wintervögel und die Stunde der Gartenvögel. Dabei sind Vogelfreunde quer durch die Republik aufgerufen eine Stunde lang alle Vögel in ihrem Garten zu notieren und dem NABU zu melden. Aber auch International ist der NABU aktiv, so kann man mit dem NABU den Zug der Störche verfolgen oder die letzten Schneeleoparden der Welt retten.